Frausbeutung muss
ein Ende haben

Mehr Unabhängigkeit für Frauen: Das steckt hinter der „Frautokratie“-Bewegung

Anja Hamm, engagierte Frautokratin der ersten Stunde, erklärt im Interview die Ideen und das Lebensgefühl, die mit „Frautokratie“ verknüpft sind.

Was gehört dazu, eine Frautokratin zu sein?

Es geht bei Frautokratie nicht allein um Bilder oder Sprüche, obwohl die uns schon ein Stück weit kennzeichnen und auch abheben. Entscheidend ist aber unser Angebot an Frauen allen Alters und jeder sozialen Schicht: Komm zu uns, werde Teil der Frautokratinnen-Bewegung, tausche dich mit anderen aus – und erfahre, wie du dir das unbezahlbare Lebensgefühl schaffst, wirklich unabhängig zu sein.

Woher weiß frau, ob sie in diese Gemeinschaft passt?

Das zeigt sich sehr schnell, wenn wir einander kennen lernen. Wir setzen auf natürliche Frauslese statt Frauenquote. Grundlegend lässt sich aber sagen: Wer Respekt und Austausch schätzt, ist bei uns schonmal goldrichtig!

Inwiefern unterscheidet sich Frautokratie von Frauenquote und Feminismus?  

Ganz einfach: Wir vergleichen uns nicht mit Männern oder grenzen uns gegen sie ab. Wir sorgen ganz einfach dafür, dass wir frautark statt Anhängsel sind. Und dass wir für uns ein Lebensgefühl kreieren, das so einzigartig und wunderbar ist, dass jeder Vergleich überflüssig wird.

Was wollen die „Frautokratinnen der ersten Stunde“ erreichen?  

Wir wollen aus einer starken Gemeinschaft eine echte Bewegung machen. Denn je mehr wir werden, desto mehr können wir bewegen. Wir wollen Vorbilder sein, die vielen Frauen in ganz Deutschland Mut machen und helfen, die Frautokratin in sich zu entdecken – und damit ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Was tun Frautokratinnen für andere Frauen?

Sie tauschen sich mit ihnen aus und helfen ihnen ganz konkret weiter. Durch Beratung von Frau zu Frau helfen wir, finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit zu schaffen. Sie müssen wissen, dass eine erschreckend hohe Zahl von Frauen – auch selbstbewusste, erfolgreiche, starke Frauen – sich in Finanzdingen häufig komplett abhängig von Männern machen. Vater, Bruder, Mann oder Partner verwalten oft Konten, legen Geld an, schließen Versicherungen ab. Doch was, wenn der Mann stirbt, die Frau verlässt, nur sich selbst in den Mittelpunkt stellt? Das kann von heute auf morgen ganze Existenzen zerstören. Deshalb wollen wir Frauen zeigen, wie sie sich absichern und auf eigenen Füßen stehen können. Beraten wird dabei nicht von oben herab, kurz angebunden oder besserwisserisch. Sondern klar, einfühlsam und verständnisvoll. Von Frau zu Frau eben.

Aber ist nicht jede Lebenssituation unterschiedlich? Eine Managerin hat doch ganz andere Bedürfnisse oder Grundlagen als etwa eine alleinerziehende Hausfrau.

Ganz genau. Eben deshalb ist uns das persönliche Kennenlernen ja so wichtig. Unser unschätzbarer Vorteil ist: Wir beraten vollkommen frautark, sprich unabhängig von irgendwelchen Banken oder Versicherungen. Und wenn wir eine Empfehlung aussprechen, erklären wir alle Aspekte so lange, bis wirklich keine Fragen mehr offen sind. Kurz: Das Zeitalter der Fraufklärung hat spätestens jetzt begonnen.

Passt diese „sanfte“ Herangehensweise denn überhaupt zu einem solch harten Business wie der Finanzwelt?

Bei einem können Sie sicher sein: Wir Frautokratinnen sind zwar im Umgang miteinander sehr langmütig, freundlich und lachen auch viel. Aber sobald es darum geht, dass wir Leistungen für unsere Frauen suchen oder in Anspruch nehmen, lassen wir keinen Stein auf dem anderen: Wir prüfen und vergleichen verschiedenste Anbieter und Produkte mit Hilfe modernster Software und Recherchemethoden, um das jeweils Beste und Passendste zu finden. Nicht selten können wir dank unseres exzellenten Netzwerks dann auch noch Sonderkonditionen generieren, die so am Markt nicht zu bekommen sind. Denn vergessen Sie nicht: Wir Frautokratinnen sind sehr zahlreich. Wir können so einiges bewegen.

Das heißt, es gibt im Grunde zwei Arten von Frautokratinnen – solche, die unabhängig und selbstbestimmt leben möchten, und solche, die anderen Frauen dazu verhelfen?

Im Grunde ja. Wobei beides oft Hand in Hand geht. Wir hatten schon oft den Fall, dass wir eine Frau beraten haben und sie dann so begeistert war, dass sie auch das Wissen rund um Altersvorsorge, Anlagen oder Absicherung erwerben wollte. Manche nur für sich privat, andere haben mit unserer Hilfe entsprechende Qualifikationen erworben und sind nun nebenberuflich als Frautokratin aktiv. Einige haben sogar einen Full-Time-Job daraus gemacht – und verdienen sehr gutes Geld.

Und all das machen Sie kostenlos?

So ist es. Im Frautokratinnen-Zirkel ist jede willkommen, die Rat und Hilfe sucht oder sich weiterbilden und erfolgreich sein will.

Wo können sich Interessentinnen melden?

Gerne über die Kontaktdaten auf der Website, über facebook – oder sie kommen einfach auf eine unserer Veranstaltungen und lernen uns persönlich kennen!

Besten Dank für das Gespräch!